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Doppelrolle: SWISS Mitarbeiter und Parabadminton Trainer

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SWISS Mitarbeiter Marc Lutz (Business Analysis & Project Leader Online Sales) begleitet als Trainer zwei Athletinnen im Rollstuhl Badminton an die diesjährigen Wettkämpfe nach Tokyo. Im Folgenden erfährst Du, wie sich Marc und sein Team auf die Spiele vorbereitet haben, inwiefern sich die Spielregeln zum klassischen Badminton unterscheiden und welche Ziele sie sich gesetzt haben.

Marc, du begleitest als Trainer im Rollstuhl Badminton Karin Suter-Erath und Cynthia Mathez nach Tokyo – eine Premiere?
Rollstuhl Badminton ist in Tokyo das erste Mal als Sportart an den Spielen dabei, Karin und Cynthia haben über Jahre darauf hintrainiert. Es freut mich, dass sie die Schweiz an diesem grossen Anlass vertreten dürfen und dass ich die beiden als Nationaltrainer an die Spiele begleiten und sie auf dem Weg zum Erfolg unterstützen darf.

Wie kamst du zum Rollstuhl Badminton und zu deiner Trainerfunktion?
Bereits als Junior im Badminton Sport habe ich als Sparring Partner erste Erfahrungen im Rollstuhl Badminton machen dürfen. Und auch während der Trainerausbildung und dem Sportstudium kam ich immer wieder mit der Sportart in Kontakt. Vor zwei Jahren wurde ich dann von zwei Athlet:innen als persönlicher Trainer angefragt und kam damit vermehrt in Kontakt mit dem Nationalkader. Als dann Ende 2020 der Nationaltrainer kurzfristig sein Amt abgegeben hat, wurde ich für diese wichtige Funktion angefragt. Ich freue mich natürlich, dass ich in diesem Jahr mit den Spielen in Tokyo und der Weltmeisterschaft diese Rolle übernehmen darf.

Wie haben sich die Athletinnen für Tokyo qualifiziert?
Die Qualifikation lief über eine sogenannte «Road to Tokyo». Diese war durch einen Zeithorizont von zwei Jahren definiert. Innerhalb dieser Zeit konnten die Athlet:innen an vorgegebenen Turnieren Punkte sammeln für die Rangliste. Der Stichtag war im Mai 2021. Karin und Cynthia konnten sich mit Platz 6 im Damendoppel und Karin zusätzlich durch Platz 4 im Dameneinzel qualifizieren. Als Qualifikantinnen dürfen nun beide zusammen im Damendoppel und je im Dameneinzel starten.

Inwiefern unterscheiden sich die Rollstuhl Badminton Regeln vom klassischen Badminton?
Im Gegensatz zum Badminton wird Rollstuhl Badminton im Einzel auf dem halben Feld gespielt, da Seitwärtsbewegungen im Rollstuhl sehr schwierig sind. Zusätzlich ist das Feld im Vorderfeld begrenzt und geht nicht ganz bis zum Netz. Im Doppel wird das Feld über die ganze Breite gespielt, die Begrenzung im Vorderfeld gilt allerdings auch hier. Alle anderen Regeln sind gleich wie im Badminton.

Übst du die Trainerfunktion in deiner Freizeit aus?
Ja. Es ist für mich die perfekte Abwechslung zu meiner Arbeit als Business Analyst, welche zu 90% vor dem Computer stattfindet. Gleichzeitig gibt es viele Parallelen: beobachten, analysieren, individuelle Lösungen erbarbeiten und umsetzen. Und wenn alles richtig zusammenläuft, erreicht man gemeinsam ein erfolgreiches Projekt oder eben einen Sieg.

Habt ihr euch für die Spiele ein Ziel gesetzt?
Für das Damendoppel haben wir uns das Ziel Top 4 gesetzt. Und für die Einzel streben die beiden Athletinnen ein Paralympisches Diplom an (Top 6). Mit der richtigen Auslosung bin ich überzeugt, dass auch ein Podest Platz möglich ist.

Worauf freust du dich am meisten?
Auf den ganzen Event. Die Athletinnen haben sich jetzt jahrelang darauf vorbereitet. Jetzt ist es endlich soweit und wird dürfen die Schweiz in einer Sportart vertreten, die das erste Mal dabei ist. Auch wenn durch Corona viele Einschränkungen gelten an den Spielen in Tokyo, der paralympische Spirit ist bereits jetzt zu spüren in der ganzen Schweizer Delegation. Zusätzlich freut es mich als SWISS Mitarbeiter natürlich, dass SWISS offizieller Partner von Swiss Olympics ist und wir mit SWISS nach Tokyo und zurückreisen werden.