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Der fliegende Mechaniker

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Derzeit finden zahlreiche Rückführungs- und spezielle Cargoflüge statt. Dafür kommen unsere A340 und Boeing 777 zum Einsatz. Diese Flüge sind für die gesamte SWISS sehr herausfordernd. Es braucht einerseits eines enormen Koordinations- und Planungsbedarf, andererseits viel Flexibilität der Crews nicht zuletzt aufgrund der Verordnungen der lokalen Behörden. Auch SWISS Technics, im Speziellen unser Maintenance Department, ist dabei vor ungewohnte Herausforderungen gestellt.

Die angeflogenen Destinationen sucht man vergeblich im regulären Flugplan der SWISS und Edelweiss: Douala (Kamerun), Quito (Ecuador), Auckland (Neuseeland), Lima (Peru), Rangun (Myanmar) oder Kigali (Ruanda) – um nur einige davon zu nennen. Um diese Flüge durchführen zu können, braucht es eine reibungslose Zusammenarbeit vieler Teamkollegen innerhalb der SWISS, dem EDA (Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten) und den lokalen Behörden.

Der Mechaniker für alle Fälle

Aber auch was den technischen Unterhalt betrifft, braucht es für diese Destinationen flexible Lösungen. Vor allem dann, wenn vor Ort eingeschränkte oder gar keine Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern vorhanden sind. In diesen Fällen fliegen unsere FSE mit. FSE steht für «Flying Station Engineer». Ihre Aufgabe besteht darin, am Zielort die technisch notwendigen Arbeiten am Flugzeug auszuführen, damit dieses in einwandfreiem Zustand den Rück- oder Weiterflug antreten kann. Das braucht viel Erfahrung und Fachwissen, denn der FSE trägt vor Ort die alleinige technische Verantwortung für das Flugzeug.

Der FSE erledigt vor Ort, falls nötig, kleinere Unterhalts- und Reparaturarbeiten und gibt das Flugzeug nach der technischen Überprüfung der Flugtüchtigkeit für den Weiterflug frei («release to service»).

Mit an Bord: Ersatzreifen, Öl und Schraubenschlüssel

Für Maintenance-Arbeiten braucht es auch das entsprechende Material und Ersatzteile, das sogenannte «Flight Kit». Je nach Zielort, Flugzeugtyp und der lokalen Infrastruktur werden bis zu zwei Container mit Material (entspricht ca. 1,5 Tonnen) geladen. Darin mitgeschickt werden beispielsweise Ersatzräder, Spezialwerkzeug, Ersatz- und Verbrauchsteile (z.B. Öl) und weiteres Material, das für kleinere Reparaturarbeiten benötigt wird.