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Fakten zur SWISS Bombardier C Series

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Seit bald zwei Jahren ist die C Series von Bombardier bei SWISS im Dienst. Höchste Zeit also, mit aktuellen Zahlen die Bereiche Umweltverträglichkeit, Effizienz und Komfort einem Faktencheck zu unterziehen. Wir haben uns mit den Spezialisten von SWISS unterhalten und alle relevanten Erkenntnisse zur C Series zusammengetragen.

SWISS war weltweit die erste Fluggesellschaft, die die Bombardier C Series in Betrieb genommen hat, und ist stolz, eines der modernsten Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge in der Flotte zu haben. Am 15. Juli 2016 startete die neue Bombardier CS100, die aufgrund ihrer geringen Lärmemissionen «Flüsterjet» genannt wird, in Zürich zum ersten Linienflug. Die C Series löste danach die Avro-RJ100-Flotte ab und ist in vielen Aspekten der Avro überlegen. Beispielsweise soll der Bombardier-Flieger durch einen 20% geringeren Treibstoffverbrauch und 50% weniger Stickoxidausstoss umweltfreundlicher sein. Ob die Erwartungen sich erfüllt haben, wollten wir in einem Gespräch mit Spezialisten der SWISS Technik überprüfen und haben euch danach die aktuellsten Zahlen und Fakten zusammengetragen.

Interessante Fakten zur Bombardier C Series

Was viele nicht wissen – 2006 wurde das Projekt C Series von Bombardier eine Zeit lang auf Eis gelegt. Dank der Bestellung von SWISS wurde es zum Glück wiederaufgenommen und mittlerweile haben weitere Fluggesellschaften die C Series im Einsatz. Doch was macht dieses Flugzeug so besonders?

Fakten über die innovative Technologie

1) Neuste Triebwerktechnologie «Geared Turbofan» des Herstellers Pratt & Whitney. Diese neue Technologie schöpft im Vergleich mit herkömmlichen Triebwerken das Leistungsoptimum noch besser aus und senkt gleichzeitig die Verbrauchswerte und den Geräuschpegel.
2) Deutliche Gewichtsreduktion durch leichtere Materialien wie neue Aluminiumlegierungen und Kohlefaserwerkstoffe. Beim Bau der C Series wurde zu 70% auf hochentwickelte Materialien wie Aluminium-Lithium und Verbundwerkstoffe gesetzt. Das ermöglicht eine signifikante Gewichtseinsparung im Bereich der Flugzeugteile. Gleichzeitig sind diese Werkstoffe widerstandsfähiger gegenüber Korrosion.
3) Verbesserte Aerodynamik durch optimale Abstimmung von Triebwerkgrösse und Flugzeuggrösse, speziell designte Flügel (Clean Design) und durch ein computerunterstütztes Flugsteuerungssystem (Fly by Wire). Dies bedeutet, dass Inputs des Piloten auf den Steuerknüppel in elektronische Signale umgewandelt und durch elektrische Leitungen auf die Steuerflächen des Flugzeugs übertragen werden (und nicht mehr per Seilzug).
4) Erhöhte Bremseffizienz und verringerte Abnutzung durch elektrische Bremsen. Das neue System setzt auf elektronische Impulsgebung und arbeitet nicht mehr mit Hydraulik.
5) Um 25% tiefere Kosten pro Sitzplatz gegenüber dem Avro RJ100 dank tieferen Wartungskosten und verbrauchsärmeren Triebwerken.
6) Innovativer Sitz mit einem speziellen Design aus der Automobilindustrie, produziert durch den Hersteller ZIM. Der Sitz ist komfortabler, leichter und dünner als normale Sitze und ermöglicht damit mehr Platz bei gleichem Sitzabstand. Zusätzlich bietet der Sitz mehr Beinfreiheit durch das neue Tischkonzept, wobei der Tisch von nur einer mittig angebrachten Stütze gehalten wird.

Innovativer Sitz mit mehr Komfort und mehr Beinfreit
Der innovative Sitz bietet mehr Komfort und mehr Beinfreit

Fakten über den maximalen Passagierkomfort

1) Die 25% vergrösserte Handgepäckablage mit Schliesstechnik nach oben sorgt für grosszügige Platzverhältnisse, komfortablere Beladung und ein Gefühl von mehr Weite in der Kabine.
2) Mehr Tageslicht in der Kabine durch dicht nebeneinandergesetzte und mit einem Langstreckenflieger vergleichbar grosse Fenster sowie erhöhter Schulterkomfort durch spezielles Innenwanddesign.
3) Bestmögliche Belüftung durch automatisch an die Anzahl Fluggäste angepasste Klimaanlage.

Um 25% grössere Gepäckablage gegenüber vergleichbaren Fliegern von Boeing und Airbus
Die Gepäckablage ist gegenüber vergleichbaren Fliegern von Boeing und Airbus um 25% grösser

Fakten über das hohe Umweltbewusstsein

1) 20–25% geringerer Treibstoffverbrauch gegenüber vergleichbaren Flugzeugmodellen. Interessant ist, dass SWISS die Passagierzahlen seit 2003 verdoppeln konnte, aber der Kerosinbedarf der Airline in der gleichen Zeit nur um 4% zugenommen hat. Zu diesem Erfolg hat die neue C Series von Bombardier sicherlich auch ihren Anteil beigetragen.
2) Halbierung des Lärmpegels für das menschliche Hörempfinden. Dies bedeutet eine Reduktion um etwa 10 bis 15 Dezibel.
3) CO²-Ausstoss um 20% reduziert. Der Motor, der eine optimierte Aerodynamik mit einer Gewichtsersparnis durch moderne Werkstoffe kombiniert, ist eine der effizientesten Turbinen der Welt.
4) 50% weniger Stickoxidausstoss durch neue Technik, die die Verbrennungstemperatur im Motor senkt.

Fakten über das ergonomische Cockpit- und Kabinenumfeld

1) Speziell designtes Cockpit – modernste Cockpit-Umgebung (ergonomisch, komfortabel, übersichtlich) mit innovativer Technologie. Das Cockpit wurde von Bombardier-Piloten zusammen mit Ergonomie-Experten designt. Weiter wurden von Anfang an Piloten von SWISS involviert, die wertvolle Inputs aus Sicht der Endnutzer einbringen konnten.
2) Optimale Ergonomie und Funktionalität der Bordküche, was effizientere Arbeitsabläufe für die Flight Attendants mit sich bringt.

Allgemeine Fakten über die CS100 und CS300 von Bombardier

1) Über 90% Kommunalität bei den Bauteilen. Die beiden Typen CS100 und CS300 sind zu 90% identisch.
2) Unterschied in der Länge. Die Bombardier CS100 und CS300 unterscheiden sich in erster Linie durch die Länge. Die Bombardier CS300 ist 3,8 Meter länger.
3) 20 Sitzplätze mehr bei der CS300. Aufgrund des Längenunterschieds besitzt die CS300 20 Sitzplätze mehr als die CS100 (145 gegenüber 125 Sitzplätzen).
4) Unterschiede bei Abflug- und Landegewicht. Der Längenunterschied verändert natürlich auch das maximale Abflug- und Landegewicht sowie die Reichweite mit einem vollen Tank. Die maximal zu erreichende Fluggeschwindigkeit von 871 km/h ist aber dieselbe.
5) Nur die CS100 landet auf dem Flughafen London City. Eigenheiten von London City sind unter anderem die kurze Landebahn und der damit zusammenhängende steile Anflug von 5,5°. Die Bombardier CS300 ist derzeit nicht zertifiziert für diesen Anflug.
6) Dienstgipfelhöhe von 12 500 Metern. Die CS100 und die CS300 können damit theoretisch höher fliegen als einige andere Flugzeugtypen im gleichen Grössensegment.

Fakten über die C Series bei der SWISS

1) «Kanton Zürich» ist der Name des ersten Flugzeugs.
2) SWISS betreibt sowohl die CS100 als auch die CS300 und ist damit weltweit die einzige Airline, die beide Flugzeugtypen im Dienst hat.
3) 19 Flugzeuge der C Series befinden sich bereits in der SWISS Flotte. Die C-Series-Flotte umfasst 8 Flugzeuge des Typs CS100 und 11 Flugzeuge des Typs CS300 (Stand Mai 2018). Einen Überblick über den Rest der Flotte mit Boeing- und Airbus-Maschinen findest du hier.
4) 11 weitere Flugzeuge der C Series sind in der Produktion. 2 weitere Bombardier CS100 und 9 Bombardier CS300 erwartet SWISS bis Anfang 2019. Rundgang gefällig? Gleich Video starten und einen Blick ins Innere der C Series werfen.

Fazit nach zwei Jahren C Series

Die Bombardier C Series ist den Erwartungen gerecht geworden und wird nicht nur von Passagieren aus der Schweiz und aus dem Ausland geschätzt, sondern auch Piloten und Flight Attendants schätzen den neuen Flieger. Mit ihm werden von SWISS bereits viele Flughäfen im Kurz- und Mittelstreckennetz ab Zürich und Genf angeflogen und weitere werden dazukommen.
In Sachen Umweltverträglichkeit, Effizienz und Komfort hat SWISS als Erstbetreiberin der Bombardier C Series neue Massstäbe gesetzt. Und dies erfüllt uns, die Airline der Schweiz, mit Stolz!

Weitere Fakten über die C Series können hier nachgelesen werden.

Auf World of SWISS findet ihr zudem weitere spannende Artikel und Videos zu unseren Flugzeugen.

SWISS setzte 2016 als erste Airline weltweit auf das innovative Kurz- und Mittelstreckenflugzeug C Series von Bombardier. Im Sommer 2018 übernahm Airbus eine Mehrheitsbeteiligung an der C Series und gab ihr einen neuen Namen: Airbus A220. Nach Anpassung aller technischen und kommerziellen Systeme hat SWISS am 27. Oktober 2019 ebenfalls auf die Bezeichnung Airbus A220 umgestellt.