Sie sind im Begriff eine externe Seite zu öffnen. Deren Inhalte sind möglicherweise nicht für alle Benutzer verfügbar.

Connectivity fliegt

Auf English lesen

Seit die Boeing 777-300ER für SWISS im regelmässigen Liniendienst unterwegs ist, können die Fluggäste in allen drei Reiseklassen des neuen Langstreckenflugzeugs das Internet nutzen, sprich während des Flugs auf ihren Laptops, Tablets oder Smartphones surfen und E-Mails versenden. Ab Frühling 2017 können unsere Gäste diesen Service auch auf Flügen zu vielen weiteren Reisezielen in Anspruch nehmen, denn SWISS wird ab Oktober 2016 die Airbus A330 Flotte schrittweise mit der neuen Technologie ausstatten. Im Rahmen von Internet an Bord wird auf SWISS Flügen in einer Testphase auch Roamingtelefonie angeboten. ,Anna Rothholz, Teil des Customer- Connectivity-Teams, erläutert: «Connectivity ist ein ganz klares Kundenbedürfnis. Und auch wenn dieses Thema bei vielen Airlines noch in den Kinderschuhen steckt, haben wir den Entscheid getroffen, mit der Einflottung unseres neuen Flaggschiffs Connectivity anzubieten.» Ihr Kollege Falko Leonhardt ergänzt: «Die Endvision ist dabei klar: Dereinst soll auf allen Fliegern End-to-End Connectivity für die Gäste und die Crew gegeben sein, wie wir dies am Boden längst kennen.» Den Anfang macht die Boeing 777 und nun eben auch die gesamte A330 Flotte.

Bis die Vision einer mit Connectivity ausgestatteten Flotte aber Realität sein wird, sind noch viele Fragen zu klären – die Herausforderungen sind gross, die Entwicklungen rasant, vieles entsteht derzeit auf der grünen Wiese. Andreas Bösch, verantwortlich für eOperations Projects und ebenfalls Teil des jungen, interdisziplinären Customer-Connectivity-Teams, erklärt: «Im Moment laufen sehr viele technische Diskussionen und Abklärungen. Im Gegensatz zu anderen Airlines legen wir bei SWISS einen besonderen Fokus auf das Gesamtkonstrukt, das wir in der ‹Triple Seven› aufsetzen.» Während der rund zehnmonatigen, sehr intensiven Vorlaufzeit leisteten die Connectivity-Verantwortlichen entsprechend viel Pionierarbeit. Falko Leonhardt: «Nachdem wir mit Unterstützung der Marktforschung erst einmal sämtliche Bedürfnisse eruiert hatten, ging es für uns darum, das Produkt von Grund auf zu entwickeln. Dabei hatten wir völlig freie Hand, konnten aber immer auf die Unterstützung anderer Stellen innerhalb von SWISS zählen. Entsprechend gingen wir in manchen Bereichen neue Wege – was unsere Arbeit übrigens bis heute sehr spannend macht!» Nach Prüfung verschiedener Wege hat sich das Team letztlich dafür entschieden, den unterschiedlichen Nutzungsanforderungen zu entsprechen, indem SWISS ihren Fluggästen drei verschiedene kostenpflichtige Datenpakete zur Auswahl anbietet. «Noch kann Internet an Bord nicht kostenlos angeboten werden. Uns war es deshalb wichtig, unseren Kunden ein faires Produkt zu offerieren, das uns gleichzeitig Kostenkontrolle garantiert», erläutert Falko Leonhardt.

Nachdem seit Anfang Jahr die ersten Langstrecken mit den neuen Boeing 777-300ER bedient werden, haben die Connectivity-Spezialisten von SWISS bereits erste Erkenntnisse ausgewertet. Anna Rothholz: «Die Internetpakete werden gut angenommen und auch die Roamingtelefonie hat bis jetzt zu keinerlei Beschwerden geführt.» Für das Team, das es in der SWISS Struktur strenggenommen noch gar nicht gibt, bleibt trotzdem noch viel zu tun – die Herausforderung, mit den Entwicklungen und Bedürfnissen im Bereich Connectivity Schritt zu halten, ist gross. «Das Thema wird uns alle noch lange beschäftigen, keine Frage», meint Falko Leonhardt. «Aber wir gehen es Schritt für Schritt an, mit einem klaren Fokus auf bestmögliche Umsetzungen.»

Connectivity Wie funktioniert das?

So selbstverständlich wir am Boden das Internet nutzen, so komplex ist es, diesen Service auf über 10 000 Fuss anzubieten. 36 000 Kilometer über der Erde kreisen geostationäre Satelliten, die wie eine Perlenkette aufgereiht direkt über dem Äquator rund um die Welt verteilt sind. Um den Internetzugang an Bord zu ermöglichen, befindet sich am Rumpf des Flugzeugs eine Antenne, die eine Verbindung zu den Satelliten aufbaut. Ist das Flugzeug auf seiner Flugroute unterwegs, sendet es die Signale an den nächstgelegenen Satelliten. Von dort aus werden diese zum Boden weitergeleitet und wieder empfangen. Wichtig ist dabei, dass vom Flugzeug zum Satelliten eine Verbindung besteht. Verlässt ein Flugzeug den Leistungsbereich eines Satelliten, wird die Verbindung an den Nachbarsatelliten übergeben.