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Amsterdam – Lebendige Vielfalt

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Wenn ich an Amsterdam denke, denke ich an farbenfrohe Tulpen, Windmühlen, schmale Grachten mit Jahrhunderte alten Häusern und unzähligen kleinen Brücken, an Pfannkuchen und Bitterballen, Coffee Shops und Fahrräder. Aber ich denke auch an das pulsierende, bunte Leben in den kleinen Gassen, an die vielfältige und doch so harmonische Mischung aus Kultur und Kulturen, Tradition und Moderne, an einen Ort, an dem Respekt und Toleranz gelebt werden.

Wir haben ein Apartment in der Keizersgracht gemietet, nicht weit entfernt vom Rembrandsplein, einer von Amsterdams berühmten Ausgehmeilen. Nun sitzen wir auf der Fensterbank mit einem Kaffee und beobachten das rege Treiben der Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit. Wir warten bis kurz vor 9h. Erst dann beginnen wir unsere Tour durch die morgendliche Stadt. Es ist die einzige Zeit des Tages, in der man selbst im Sommer Amsterdam weitestgehend ungestört von Fahrradströmen und Touristenmassen erkunden kann.

Unser erster Stopp ist das Van Gogh Museum, wo bereits die ersten Touristen auf Einlass warten. Für gute zwei Stunden tauchen wir in Van Goghs faszinierende Bilderwelt ab. Anschliessend machen wir uns auf den Weg Richtung Jordaan-Viertel. Wir passieren den Leidseplein mit seinen vielen Bars und Restaurants, wo an schönen Sommerabenden Strassenkünstler für Stimmung sorgen. Dann folgen wir der Prinzengracht gen Norden vorbei an ein paar der schmalsten Häuser der Welt, die teilweise kaum breiter als eine Tür sind, vorbei an mit Blumen geschmückten Hausbooten, der Westerkerk und dem weltberühmte Anne Frank Haus. In Amsterdams ältestem Pfannkuchenhaus, der Pancake Bakery in der Prinzengracht 191, nehmen wir ein herzhaft leckeres Mittagessen zu uns.

Danach schlendern wir fasziniert durch die hübschen, grünen Gassen des Joordan-Viertels mit seinen nahezu unzähligen kleinen Läden und Boutiquen, in denen es viele ungewöhnliche Dinge zu entdecken gibt. Unser Weg führt uns weiter Richtung Bahnhof und dann südlich Richtung Dam mit dem Luxus-Shoppingcenter Bijenkorf und dem architektonisch beeindruckenden Rathaus. In einer der vielen Käsereien kaufen wir ein Stück typisch holländischen Käse und wenig später spazieren wir schon über den Blumenmarkt im Süden der „Single“ Gracht, wo es Blumen in allen Farben und Formen zu kaufen gibt.

Der Nachmittag geht vorbei wie im Flug. Nach einer kurzen Erholungspause in unserem Apartment essen wir im Erlebnisrestaurant Pasta E Basta in der Nieuwe Spiegelstraat 8 zu Abend. Hier gibt es ein gemütliches Ambiente, leckere Pasta zum Teilen und singende Kellner. Nach der Show machen wir eine romantische Nachtfahrt mit einem der grossen Grachtenboote durch das wunderschön beleuchtete Amsterdam. Zum krönenden Abschluss besuchen wir noch das Rotlichtviertel, wo wilde Bars, Spielzeugläden, Sexshops, Schaufenstern mit leicht bekleideten Damen, Kirchen und Coffee Shops dicht an dicht zu finden sind. Für uns ein wenig befremdlich, für Amsterdam vollkommen normal.

Als wir wieder am Apartment ankommen, ist es bereits 2 Uhr morgens. Und während wir todmüde in unser Bett sinken, tobt in den Gassen von Amsterdam das bunte Leben weiter.